Welches waren für Sie die wichtigsten Stationen in Ihrer Karriere?

Gilbert Delaquis: Mit meinem 14-Jahres-Rhythmus (immer in der Textil-Branche) gibt es nicht viele Stationen. Ich bin nicht der der kommt, strukturiert oder umstrukturiert und wieder geht. Mir ist Kontinuität und die Partnerschaft zu unseren Kunden sehr wichtig.

Worauf sind Sie in Ihrem modischen Schaffen oder im Aufbau der Marke am meisten stolz?

Gilbert Delaquis: Ich durfte immer Verantwortung tragen, aktiv zum Erfolg beitragen und alle Firmen sind noch sichtbar und erfolgreiche im Schweizer Markt tätig.

Sie sind jetzt Geschäftsleiter bei Hanro AG; Was ist Ihr Hauptfokus in den nächsten drei Jahren?

Gilbert Delaquis: Wir feiern dieses Jahr das 130 jährige Bestehen unserer Marke. Hauptfokus ist, unsere schöne und wertvolle Premium-Marke noch stärker bei unseren Partnern und im Markt zu verankern.

Wie ordnen Sie Erfolge von Unternehmen wie Zalando ein und welche Relevanz bemessen Sie dem Internet bei?

Gilbert Delaquis: Erfolg ist relativ. Zalando hat es geschafft innert Kürze zum Leader zu werden. Das Internet hat absolute Berechtigung, speziell in Märkten die wesentlich größer sind wie die Schweiz. Die kurzen Wege die wir bis zum nächsten Geschäft zurücklegen müssen, sprechen nicht unbedingt für ein erfolgreiches E-Commerce-Business. Die Größenvielfalt, das Problem mit den Versandgebühren und den extremen Retourquoten hat schon vor Jahren die vielen nicht mehr existierenden Versandhändler zum Rückzug gezwungen. Bestimmt gibt es Bereiche die (ohne Retouren) sehr gut leben können und Gewinne erzielen. In der Modewelt wird das immer eine große Herausforderung bleiben.

Die individuelle Gestaltung von Gebrauchsgütern hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Ist diese 'Mass Customisation' in Ihren Augen ein kurzfristiger Trend und Nebenschauplatz oder eine langfristige Stoßrichtung in der Modewelt?

Gilbert Delaquis: Mass Customisation hat eine Berechtigung und ist für kleinere bewegliche Unternehmungen eine Chance. In unserer Konzerngröße ist das ein eher schwieriges Thema und kaum realisierbar.

Wie viele Anzüge sollten Ihrer Meinung nach im Kleiderschrank eines jeden Mannes hängen?

Gilbert Delaquis: Kommt ganz auf die Tätigkeit drauf an. Vor Jahren wäre ich nie ohne Anzug und Krawatte aus dem Haus gegangen. Heute, speziell in unserer Branche, treffe ich selten einen Gesprächspartner mit Anzug und Krawatte. Die "Casualisierung" hat sich stark durchgesetzt und geht immer weiter. Eine lässige Hose mit Hemd und Sakko ist heute absolut salonfähig.

Was sind Ihre wichtigsten drei Tipps an junge talentierte Menschen, die ihre Karriere noch vor sich haben?

Gilbert Delaquis: - Durchhaltewillen/Geduld; - Respekt; - be different

HANRO of Switzerland

1884 gründeten Albert Handschin und Carl Ronus im schweizeri-
schen Liestal eine Strickmanufaktur unter dem Namen HANRO – der
Grundstein für eine internationale Erfolgsgeschichte war gelegt.

Als Pioniere in der Rundstrickerei produzierten sie feinste Unterhemden
auf eigens entwickelten Maschinen. Schon früh legten sie den Fokus
auf hochwertige Naturfasern. Eine Maxime, der HANRO stets treu
geblieben ist.

Über all die Jahre haben sich viele wertvolle Entwürfe
im Archiv angesammelt. Diese kostbaren Schätze sind auch heute
noch eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration für unsere Designer.

In 1884, Albert Handschin and Carl Ronus founded a knitwear
factory in the Swiss town of Liestal, naming it H ANRO – and the
foundation for an international success story was laid.

As pioneers in the field of circular knitting, they manufactured top quality under-
garments on machines specially developed for the purpose. Right
from the early days, the company focused on high quality natural
fibres. A rule to which HANRO has always remained true.

Over the years, many valuable designs have been added to the archive. These
priceless treasures still serve as an unfailing source of inspiration for
our designers.


Gilbert Delaquis von HANRO
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